Die Eisenfrage der Schweizer Regierung

Mai 4th, 2016

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG hat im Juli 2015 realisiert, dass Eisenmangel zwar nicht ansteckend ist, aber in der Schweiz dennoch grassiert. (Das BAG überprüft derzeit, ob Eisentherapien bei Eisenmangelfrauen überhaupt notwendig sind).

Dies kann gut verstanden werden. Schliesslich wird das Eisenmangelsyndrom von der Schulmedizin gar nicht gelehrt, sodass es die Ärzte (und auch die Regierung) nicht kennen können. Dadurch leiden Millionen von Frauen und Kindern daran, ohne es zu realisieren. Sie sind somit auch nicht in der Lage, ihren Eisenmangel zu korrigieren und werden stattdessen immer wieder unnötig abgeklärt, schliesslich falsch behandelt und nicht selten sogar psychiatrisiert. In der Schweiz hat sich dies inzwischen geändert.

Ärzte aus der Schweiz, aus Deutschland und Russland haben am 1. August 2015 in der Schweiz die Eisenresolution unterschrieben. Dieses SIHO-Credo könnte global umgesetzt werden, und zwar so, wie es die Schweiz vormacht: Gesündere Menschen für geringere Kosten. Das globale Tabuthema Eisenmangelsyndrom wurde in der Schweiz wiederentdeckt. Eisenmangelpatienten werden hierzulande rechtzeitig erkannt und in erster Linie mit Eisen behandelt.

Die Schweizer Ärzte sind das globale Vorbild. Die meisten von ihnen tun es. Die Frauen sind ihnen dankbar dafür.

Details über die Bedeutung, Diagnostik, Therapie und Prävention erfahren Sie im neuen Buch von Dr. med. Beat Schaub: Die Eisentherapie.

www.frauenbuch.ch

Brauchen Frauen gleich viel Eisen wie Männer?

April 29th, 2016

Medienmitteilung: Basel, 28. April 2016

Man muss wohl davon ausgehen, dass dies der Fall ist. Frauen haben nämlich dieselben Organe wie Männer – und somit dieselben Systemanforderungen. Eisenabhängige Körperfunktionen benötigen für optimales Wirken genügend Eisen, bei beiden Geschlechtern. Nicht nur für die Blutbildung, sondern auch für nicht hämatologische Funktionen wie beispielsweise die Energiebildung in den Zellen oder die Hormonproduktion.

Über drei Milliarden Menschen haben Eisenmangel. Ein solcher kann sich in körperlichen und psychischen Problemen äussern. Mit dem notwendigen Fachwissen kann er gut behandelt und ausgeglichen werden. Dieser Sachverhalt wurde erstmals 1957 an der Universitätsklinik Innsbruck nachgewiesen. 1971 wurde er an der Charité Universitätsmedizin Berlin nicht nur bestätigt, sondern es erschien dort damals sogar ein Lehrbuch über dieses Thema. Schon in Innsbruck und Berlin wurde deutlich gemacht, dass hauptsächlich das weibliche Geschlecht von Eisenmangel betroffen ist wegen der Menstruationsblutung und dass Eisenmangel auch schon im Frühstadium des Eisenmangelsyndroms (Iron Deficiency Syndrome, IDS) Symptome verursachen und gut behandelt werden kann. Diese Zusammenhänge wurden 1998 in Basel wiederentdeckt. Anschliessend wurde dort während sieben Jahren ein Konzept für Diagnostik, Therapie und Prävention entwickelt, das sich seit 2005 bewährt (Swiss Iron System SIS). Damals wurde das Netzwerk der speziell ausgebildeten Ärztlichen Eisenzentren gegründet, die seit 2007 unter Supervision der Swiss Iron Health Organisation SIHO arbeiten. In der Schweiz haben sich das Eisenmangelsyndrom sowie dessen erfolgreiche intravenöse Behandlung inzwischen landesweit durchgesetzt.

Im März erschien zu diesem Thema das neue „Buch für die Frau“ von Dr. med. Beat Stephan Schaub: „EISEN“. Diese Box enthält zwei Taschenbücher.

Dr. med. Beat Stephan Schaub: „Die Eisentherapie“

ADS? Müde? Lustlos? Depressiv? Haarausfall? Schlafstörung? Kopfschmerzen? Psychisch labil? Schwindelgefühl? Nagel-brüchigkeit? Nackenverspannungen? Konzentrationsstörungen? Eisen – das unterschätzte Element, verfügt über eine enorme Heilkraft, wenn es richtig eingesetzt wird.

Dieses Buch erklärt in gut verständlicher Sprache, wie  Eisenmangel optimal erkannt, behandelt und vermieden werden kann. Geschrieben für Patienten und Ärzte. Mit einem Leitfaden für Beide.

Prof. Dr. med. Gerhard Brüschke: „Das Eisenmangelsyndrom“

Prof. Brüschke hat das Eisenmangelsyndrom schon 1971 beschrieben und schon damals nachgewiesen, dass die Ärzte auf dem richtigen Weg sind, wenn sie ihren Eisenmangelpatienten das ihnen Fehlende in erster Linie geben. Dieser Nachdruck nach 45 Jahren (zweite Auflage) ist ein Muss für Ärzte aller Fachrichtungen!

Wenn Sie interessiert sind, senden wir Ihnen die Bücher gerne zu.

Frauen brauchen gleich viel Eisen wie Männer.

Swiss Iron Health Organisation SIHO, Dr. med. Beat Schaub

www.eisenbuch.ch

 

 

Schweizer Laborkrise – ein Skandal?

April 17th, 2016

Ärzte und Patienten glauben den Resultaten blindlings, die von den Laboratorien abgegeben werden. Sie glauben daran, dass alle Laboratorien dieselben Werte abgeben. Dass ihr Vertrauen aber seit vielen Jahren missbraucht wird, ist ihnen gar nicht bewusst.

Es gibt vier verschiedene Analysemethoden, um den Ferritinwert im Blut zu messen: Beckman, Roche, Siemens, Abbott. Alle Messmethoden geben unterschiedliche Ferritinwerte an mit Unterschieden bis zu 60%, was sowohl Ärzte, aber auch Patienten enorm verwirrt. Weil sich Diagnostik und Therapiekontrollen am Ferritinwert orientieren, wurde eine Harmonisierung notwendig, indem eine Leitwährung geschaffen wurde.

Die Swiss Iron Health Organisation SIHO hat die Beckman-Methode 2011 zur „Leitwährung“ für Ferritinmessungen definiert. Beckman orientiert sich am neuesten WHO-Standard und repräsentiert die klinischen Zustände von Eisenmangelpatienten am besten. Die anderen Analysemethoden müssen deshalb für eine seriöse Hausarztmedizin auf Beckman umgerechnet werden. Leider deklarieren die Laboratorien neben dem Ferritinwert die verwendete Messmethode nicht, sodass jeder Arzt in der Verantwortung steht, das Labor anzufragen, nach welcher Analysemethode Ferritin gemessen wurde. Nur so ist eine Umrechnung auf die Beckman-Leitwährung und dadurch eine seriöse Diagnostik und optimale individuell dosierte Eisentherapie möglich.

Diese Telefonate wären unnötig, würden die Laboratorien ihre Analysemethode direkt auf den Resultatblättern deklarieren.

Roche-Ferritin / 3 x 2 = Beckman-Ferritin
Abbott-Ferritin / 6 x 5 = Beckman-Ferritin
Siemens-Ferritin / 4 x 3 = Beckman-Ferritin

Leseprobe:
Kapitel aus dem neuen Buch „Die Eisentherapie“ von Dr. med. Beat Stephan Schaub:
Die Laborkrise – ein Skandal?

Website: www.wechselstuben.org

Frauen brauchen gleich viel Eisen wie Männer

April 14th, 2016

Das Buch für die Frau

  • Die Eisentherapie
  • Das Eisenmangelsyndrom (Iron Deficiency Syndrome, IDS)

Beim Eisenbuch EISEN handelt es sich um eine Box mit zwei Eisenbüchern, die einen wichtigen Beitrag zur Beseitigung des globalen Eisenmangels leisten wollen. Das Berliner Buch bietet die Basis (Eisenmangelsyndrom), das Schweizer Buch die Konsequenz (Eisentherapie). Eisenmanngel ist die häufigste und wichtigste Volkskrankheit der Welt. In der Schweiz hat sich das Eisenmangelsyndrom nach seiner Wiederentdeckung 1998 inzwischen landesweit durchgesetzt. Bei Eisenmangelpatienten wird in der Schweiz eine Eisentherapie in erster Linie durchgeführt – im Gegensatz zum Rest der Welt. Eine solche Schweizerische Vorgehensweise ist aber ein Segen für die Betroffenen. Angesichts der Häufigkeit von Eisenmangel kann man sogar davon ausgehen, dass wir durch eine rechtzeitige Behandlung von Eisenmangelpatienten künftig gesündere Menschen für geringere Kosten haben werden. Also auch ein Segen für das Gesundheitswesen oder – wie in Deutschland neuerdings ausgedrückt – für die Gesundheitswirtschaft.

Das Eisenmangelsyndrom hat sich in der Schweiz seit 2005 (nach der Entwicklung des Swiss Iron System SIS) nicht nur bei Patienten und Ärzten mehrheitlich durchgesetzt, sondern auch in der Gesundheitspolitik und bei den gesetzlichen Krankenkassen. In letzter Instanz überprüft sogar der Schweizer Bundesrat seit Juli 2015 die Notwendigkeit und Qualität von Eiseninfusionen. Es handelt sich dabei um die erste Regierung überhaupt, die ihre Bürger ernst nimmt, auch wenn sie Eisenmangel haben! Allerdings wurde das Eisenmangelsyndrom schon 1957 in Innsbruck und 1971 in Berlin beschrieben, ohne sich damals allerdings durchsetzen zu können. Hinsichtlich Eisenmangels ist die Schweiz inzwischen also zum Pionierland geworden. Dort haben Eisenmantelpatientinnen und Eisenärzte direkt demokratisch zueinander gefunden, unterstützt von den Schweizer Krankenkassen.

Auf der Rückseite der Eisenbox sind die beiden beinhaltenden Bücher abgebildet mit folgendem Text:

Die Eisentherapie (Dr. med. Beat Stephan Schaub)

ADS, Müde, Depressiv, Haarausfall, Schlafstörung, Kopfschmerzen, fehlende Leichtigkeit des Seins, Psychisch labil, Schwindelgefühl, Nagelbrüchigkeit, Nackenverspannungen, Konzentrationsstörungen?

Eisen – das unterschätzte Element, verfügt über eine enorme Heilkraft, wenn es richtig eingesetzt wird. Die Schweiz macht es vor. Die meisten Schweizer Ärzte haben es inzwischen eingesehen.

Dieses Schweizer Buch erklärt in gut verständlicher Sprache, wie Eisenmangel optimal erkannt, behandelt und vermieden werden kann. Mit einem Leitfaden für Patienten und Ärzte – Schritt für Schritt (Swiss Iron System SIS).

Das Eisenmangelsyndrom (Prof. Dr. med. Gerhard Brüschke)

Berlin hat das Eisenmangelsyndrom schon 1971 beschrieben und somit damals schon nachgewiesen, dass die Schweizer Ärzte auf dem richtigen Weg sind, wenn sie ihren Eisenmangelpatienten das ihnen Fehlende in erster Linie geben. Dieses Mangelsyndrom wurde in Basel 1998 wiederentdeckt und wird inzwischen landesweit erkannt und behandelt – eine Gegebenheit, die durch die deutsche Medizingeschichte gestützt wird. Das Buch beschreibt die Problematik des Eisenmangels (IDS) im Frühstadium  (Eisenmangelsyndrom) und deren Konsequenz vorzüglich und ausserordentlich fundiert. Ein Muss für jeden Arzt!

Im März 2016 erschien die Eisenbox mit dem Namen EISEN, die im Ironshop erhältlich ist. Darin befinden sich die beiden Bücher:

  • Dr. med. Gerhard Brüschke: „Das Eisenmangelsyndrom“
  • med. Beat Stephan Schaub: „Die Eisentherapie“

Preis der Eisenbox mit beiden Büchern: 20 CHF / 17 €

Preis des Buches „Die Eisentherapie“: 17 CHF / 15 €

(Das Buch „Das Eisenmangelsyndrom“ ist einzeln nicht erhältlich)

Bestellung unter:

www.eisenbuch.ch

Kaufen bei:

www.ironshop.org

 

 

Wie kann man nur so dumm schwatzen?

Juli 8th, 2015

Gemäss Sendung „Puls“ des Schweizer Fernsehens vom 22. Juni 2015 behaupten Linth-Spital und Kantonsspital Luzern entgegen der allgemeinen Schweizer Erfahrung, dass den Frauen lediglich ein Bruchteil der männlichen Eisenkonzentration zu genügen habe. Dies ist aber schlicht und einfach falsch. Diese beiden Spitäler glauben offenbar immer noch an den irreführenden und sogar global gelehrten schulmedizinischen Eisenkatechismus der Eisen-Austerität bei Frauen im Menstruationsalter. Dabei wäre ein globales Eisen-Wachstum der Weiblichkeit dringend angesagt. In der Schweiz wurde damit 2005 begonnen.

Frauen im Menstruationsalter bluten sich regelmässig in einen Eisenmangelzustand hinein, wobei bei vielen von ihnen typische Eisenmangelsymptome erscheinen. Männer bleiben davon verschont, weil sie keine Regelblutung haben.

In der Schweiz konnte die forschende Hausarztmedizin seit 2005 wissenschaftlich nachweisen, dass Frauen gleich viel Eisen benötigen wie Männer (www.eurofer.ch). Diese Einsicht impliziert ein neues Credo, das in der Schweiz inzwischen mehrheitlich verinnerlicht wurde – bei Patientinnen und auch Ärzten. Eisenmangelpatientinnen im Menstruationsalter müssen in erster Linie das von ihnen ausgeschiedene Eisen zurück erhalten, und zwar durch eine individuell dosierte und kontrollierte intravenöse Aufsättigungstherapie (durchschnittlich mit fünf Eiseninfusionen innerhalb von zwei Wochen). Eine solche Aufsättigungstherapie ist bei den meisten Betroffenen sehr wirksam, sicher und kosteneffizient. Diese Frauen befinden sich danach endlich im männlichen Eisenbereich und die allermeisten werden dadurch gesund.

Infolge der zum Taktstock des Mondes organisierten Menstruation verlieren diese Frauen in der Folge immer wieder Blut und Eisen. Nach einer erfolgreichen Aufsättigungstherapie braucht eine Frau nach fünf Regelblutungen durchschnittlich wieder zwei Eiseninfusionen. Dadurch können Rückfälle vermieden werden und auch das verlorene Blut regeneriert sich von selbst.

Weshalb behaupten aber Linth-Spital und Kantonsspital Luzern dennoch das Gegenteil?

www.eisenzentrum.org.

Chaos bei Eisenanalysen

Februar 24th, 2015

Das Speichereisen Ferritin kann im Blut gemessen werden. Es spiegelt auf zuverlässige Weise die Eisenkonzentration im menschlichen Körper wider. Bei einem tiefem Ferritinwert treten häufig typische Eisenmangelsymptome auf wie beispielsweise Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder Haarausfall. Bei solchen Patienten ist eine intravenöse Eisenbehandlung sehr wirksam, sicher und kosteneffizient. Die meisten Betroffenen sind künftig beschwerdefrei, wenn ihr Ferritinwert zwischen 100 und 200 ng/ml liegt – analysiert nach der Beckman-Methode. Würde man nach der Roche-Methode messen, läge der Optimalbereich zwischen 150 und 300 ng/ml.

Dazu ein Bericht im „Beobachter„.

Ärztevereinigung verzeigt Krankenkasse Atupri

November 18th, 2014

Die ärztlichen Fachvereinigung SIHO (Swiss Iron Health Organisation), welche sich für die verantwortungsvolle Förderung der Eisentherapie einsetzt, vermutet eine Diskriminierung von Frauen durch die Krankenkasse Atupri. Die Krankenkasse Atupri ist die einzige Krankenkasse der Schweiz, welche die Behandlung von Eisenmangel mit Infusionen nicht bezahlt. Dem Eidgenössischen Gleichstellungsbüro wurde der Sachverhalt jetzt zur Untersuchung angezeigt.

Basel, 22. Oktober 2014. Die Krankenkasse Atupri ist die einzige Krankenkasse der Schweiz, welche die Behandlung von Eisenmangel mit Infusionen nicht bezahlt. Eisenmangel ist immer noch eine vornehmlich bei Frauen auftretende Indikation. Grossmehrheitlich sind damit Frauen von der Weigerung der Atupri betroffen, die Kosten der Eisenbehandlung zu übernehmen. Wiederholte Vorstösse bei Atupri selbst, über die Öffentlichkeit (www.schwarzesschaf.net) und auch beim BAG haben zu keiner Verhaltensänderung geführt. Das zuständige Bundesamt hat klargestellt, dass es nicht in der Kompetenz der Kassen liegt, willkürliche Ferritinwerte als Erstattungsmassstab festzulegen.

Bei dieser Ausgangslage stellt sich die Frage, ob die Verweigerung der Kostenerstattung durch Atupri möglicherweise eine rechtlich relevante Diskriminierung darstellt. Das Gleichstellungsgesetz bezweckt in Konkretisierung des verfassungsmässigen Gleichheitsgebots schliesslich die „Förderung der tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann.“ Die Weigerung der Atupri die Kosten der Eisenhandlung zu übernehmen könnte eine tatsächliche Diskriminierung darstellen. Natürlich könnte jede einzelne Patientin gegen ihre Kasse vorgehen. Aus Kostengründen werden die wenigsten diesen Schritt in Erwägung ziehen und wohl eher die Kasse wechseln. Da es sich aber um eine systematische Verweigerung handelt, stellt sich die Frage ob diese nicht in einem anderen Verfahren beurteilt werden könnte. Das Gleichstellungsgesetz sieht zwar direkte Klagemöglichkeiten nur in Bezug auf Diskriminierungen im Erwerbsleben vor, das Gleichstellungsbüro hat aber mit der Förderung der tatsächlichen Gleichstellung eine weitergehende Aufgabe: „es führt Untersuchungen durch und empfiehlt Behörden und Privaten geeignete Massnahmen.“ (Art. 16 Abs. 2 lit. c. Gleichstellungsgesetz)

Der Vorstand der Swiss Iron Health Organisation, der ärztlichen Fachvereinigung, welche sich für die verantwortungsvolle Förderung der Eisentherapie einsetzt, hat im Oktober 2014 den Sachverhalt dem eidgenössischen Gleichstellungsbüro zur Untersuchung angezeigt.

SIHO BESTÄTIGT DEN VORZUG FÜR VENOFER – Medienmitteilung

Mai 1st, 2014

Die europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat die nationalen Aufsichtsbehörden letzten Herbst zum Versand einer Warnung bei der parenteralen Anwendung von Eisenpräparaten veranlasst[1]. Die Swiss Iron Health Organisation (SIHO) hat die dieser Warnung zugrundeliegenden Daten des Herstellers über unerwünschte Nebenwirkungen nun analysiert und bestätigt die eigenen Anwendungsempfehlungen aus dem Jahre 2005.

Basel, 1. Mai 2014

Als im Dezember des vergangenen Jahres durch die europäischen Aufsichtsbehörden und anschließend auch durch Swissmedic eine pauschale Anwendungswarnung für Eisenpräparate bei den angeschriebenen Ärzten eintraf, war eine gewisse Verunsicherung spürbar. Insbesondere weil daraus nicht ersichtlich wurde, auf welcher Basis diese Warnung basierte. SIHO hat nun die veröffentlichten Daten des Herstellers analysiert und nimmt dazu wie folgt differenziert Stellung:

Parenterale Eisentherapien sind wirksam und sicher

Zuerst ist einmal festzuhalten, dass die EMA festgehalten hat, dass alle zugelassenen Eisenpräparate ein gutes Nutzen-Risikoprofil aufweisen und damit die weitere Anwendung für die zugelassenen Indikationen auch behördlich unterstützt wird. Zudem ist die Inzidenz der Nebenwirkungen bei den in der Schweiz zugelassenen Eisenpräparaten[2] bei deren tagtäglicher Anwendung gering und bei Eisen Saccharose sogar geringer als dies in den Zulassungsstudien erfasst wurde. Die vom Hersteller der Eisenpräparate seit deren Zulassung erfassten Nebenwirkungen sind vornehmlich dosisunabhängige Überempfindlichkeitsreaktionen.

Signifikante Unterschiede in den Nebenwirkungsprofilen

Trotz dieser grundsätzlich geringen Inzidenz von allergischen Reaktionen auf parenterale Eisenpräparate sind signifikante Unterschiede bei den vom Hersteller gemeldeten Nebenwirkungen festzustellen:

Eisenpräparat

UAW Inzidenz[3] insgesamt

davon UAW Inzidenz schwerwiegend[4]

Eisen Carboxymaltose (Ferinject®)

0.06%

0.00009

Eisen Saccharose (Venofer®)

0.0023%

0.000005

 

Bei den unerwünschten Nebenwirkungen insgesamt ist damit eine sechsundzwanzigfach größere Inzidenz pro Patientenjahr und bei den schweren Nebenwirkungen eine siebzehnmal höhere Inzidenz von Nebenwirkungen nach Ferinject® im Vergleich zu Venofer® festzustellen. Auch wenn sich diese Inzidenz auf niedrigem Niveau bewegt und alle Patientengruppen umfasst, ist in Bezug auf derartige Unterschiede, aus Sicht der SIHO, eine differenzierte Anwendungsempfehlung weiterhin angebracht. Die vereinfachte Administration von Eisen Carboxymaltose wird nur in seltenen Fällen die um ein Vielfaches erhöhten Nebenwirkungen gegenüber Eisen Saccharose aufwiegen können. Entsprechend hält die SIHO an ihrer Anwendungsempfehlung aus dem Jahre 2008 fest, wonach Eisen Saccharose bei der Indikation des Eisenmangelsyndroms der Vorzug zu geben ist und Eisen Carboxymaltose lediglich bei Vorliegen einer Anämie indiziert ist.

EMA verlangt genauere Daten der Hersteller ab 2014

Die EMA hat die Hersteller von Eisenpräparaten ab diesem Jahr verpflichtet jährlich in einem standardisierten Format alle Nebenwirkungen zu rapportieren[1]. Damit werden erstmals europaweit die Nebenwirkungen aller Hersteller von Eisenpräparaten miteinander vergleichbar gemacht. SIHO blickt der Publikation dieser Resultate mit großem Interesse entgegen.

Schlussfolgerung und Empfehlung

SIHO schließt sich damit grundsätzlich den Schlussfolgerungen und Empfehlungen der EMA an, empfiehlt jedoch bereits heute in Anbetracht der Datenlage eine differenzierte Betrachtungsweise und gibt weiterhin der Eisen Saccharose beim Eisenmangelsyndrom den Vorzug.

Mit Nachdruck unterstützt SIHO die von den Gesundheitsbehörden empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen bei der Verabreichung von parenteralen Eisenpräparaten und empfiehlt allen damit betraut Medizinalpersonen, die Schulungen der SIHO zu absolvieren.

Die nächste Gelegenheit bietet sich dafür in der Schweiz am Samstag 17. Mai 2014 an der Universität Zürich. Anmeldungen sind unter www.eisensymposium.ch möglich.

 

Die 2007 in der Schweiz gegründete Swiss Iron Health Organisation SIHO ist eine ärztliche Fachgruppierung, die optimale Eisenbehandlungen mit möglichst großer Sicherheit fördert. Dazu bildet sie Ärzte aus, die künftig als Ärztliche Eisenzentren arbeiten können.

Die SIHO führt eine Supervision über die Erfolgsquote, Nebenwirkungen und Kosteneffizienz in den Ärztlichen Eisenzentren durch. Diese arbeiten nach einem neuartigen Konzept für optimierte Diagnostik, Therapie und Prävention (Swiss Iron System SIS), das sich seit 2005 bewährt hat.

Gleichzeitig hat die SIHO Richtlinien erstellt, die als Basis für optimal wirksame und sichere Behandlungen dienen. Sie wurden 2008 nach der Einführung von Eisen Carboxymaltose verschärft.

Ferinject® und Venofer® sind eingetragene Markenzeichen des Herstellers Vifor Pharma.



[1] European Medicines Agency: Assessment report for: Iron containing intravenous (IV) medicinal products, London, 13. September 2013

[2] Eisen Saccharose (Venofer®) mit 14 Millionen Patientenjahren; Eisen Carboxymaltose (Ferinject®) mit 400‘000 Patientenjahren; gemäss EMA Assessment Report S. 14-15

[3] Verhältnis der unerwünschten Nebenwirkung (UAW) pro Patientenjahr seit Markteinführung in der EU bis zum 31.12.2011

[4] Grade 3 und Grad 4 nach Ring und Messmer (1977)

[5] Anhang IV EMA Assessment Report

Eisenmangel: Vorsicht vor unterschiedlichen Laborresultaten!

März 15th, 2013

Eisenmangel kann im Blut festgestellt werden. Der Haupt-Indikator dazu ist der Ferritinwert. Er gibt einerseits Auskunft über den Füllungszustand der Eisenspeicher, andererseits aber auch über die Eisenkonzentration im gesamten menschlichen Organismus. Erfahrungsgemäss und nachgewiesenermassen können (müssen aber nicht!) bei einem Ferritinwert unter 75 ng/ml typische Eisenmangelsymptome wie beispielsweise Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Haarausfall auftreten.

Allerdings muss der Ferritinwert mit Vorsicht interpretiert werden: Je nach Laboratorium werden aus derselben Blutprobe unterschiedliche Werte gemessen mit Unterschieden bis zu 50%. Dieser Umstand verhindert eine optimale Qualität in der Behandlung von Eisenmangelpatienten. Der Schweizer Bundesrat hat auf eine diesbezügliche parlamentarische Interpellation von Nationalrätin Bea Heim eine klare Stellungnahme abgegeben:

„Eine Vergleichbarkeit der Messwerte, die an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Methoden gemacht wurden, kann zur Verbesserung der Qualität und Effizienz in der Gesundheitsversorgung beitragen. Mittelfristig ist darauf hinzuarbeiten, dass die Messtechnik universell vergleichbare Messwerte liefert. Zurzeit fehlt jedoch eine international akzeptierte Referenzmethode, um proprietäre Messmethoden verschiedener Hersteller zu harmonisieren“.

Die Swiss Iron Health Organisation SIHO hat das Problem schon 2011 erkannt und diesbezüglich ein Communiqué an alle Schweizer Laboratorien  herausgegeben. Die SIHO empfiehlt, die Blutanalysen gemäss SIHO-Goldstandard durchzuführen, der auf optimale Weise mit den klinischen Symptomen korreliert. Die Ferritinmessungen müssen harmonisiert werden – zugunsten einer optimalen Qualität in der Hausarztmedizin!

 

 

Drei Schweizer Krankenkassen überschreiten ihre Kompetenz

März 9th, 2013

Ungleiche Versorgung in der Grundversicherung:

Die Krankenkassen Atupri, Sanitas und Agrisano haben eigenmächtig einen Ferritinwert festgelegt. Sie sind nur dann bereit, Eisenbehandlungen zu bezahlen, wenn dieser tiefer liegt als der von ihnen festgelegte Wert. (Atupri: 30 ng/ml, Sanitas und Agrisano: 15 ng/ml). Dabei verletzen sie drei Grundprinzipien in der medizinischen Versorgung.

Erstens kann kein Ferritinwert festgelegt werden, bei dem Eisenmangelsymptome auftreten. Der Ferritinwert, unter dem Eisenmangelsymptome manifest werden können, ist individuell. Er liegt in der Regel unter 75 – 100 ng/ml.

Zweitens ist es die Aufgabe der Ärzte und nicht der Krankenkassen, die Indikation (Notwendigkeit einer Behandlung) zu stellen.

Drittens haben die Krankenkassen aus Sicht des Schweizer Bundesrates keine Kompetenz, einen Ferritinwert festzulegen, der die Bezahlung einer Behandlung rechtfertigt oder nicht. (Antwort des Bundesrates auf eine parlamentarische Interpellation von Bea Heim).

Der Vorstand der Swiss Iron Health Organisation SIHO bittet Ärzte und Patienten, Verstösse der drei genannten Krankenkassen unter info@siho-global.org zu melden. Die SIHO wird solche Fälle dem Bundesamt für Gesundheit zur Kenntnis bringen, damit die vom Bundesrat vorgeschlagene Überprüfung stattfinden kann.